Wenn schon Rasen Düngen, dann richtig.

Zu einem schönen Garten gehört ein schöner Rasen. Doch ein schöner sattgrüner Rasen wächst nicht von alleine – er benötigt Ihre und vor allem die richtige Unterstützung.

 

Barfuß über einen saftig-grünen Rasen zu laufen ist ein schönes Gefühl. Doch selten (oder sagen wir eher meistens) ist der grüne Teppich vor der Haustür nicht perfekt.

Von der Sonne verbrannte und kahle Stellen, Unkraut und Moos trüben sehr häufig das Bild des schönen Rasens. Regelmäßiges Bewässern und vor allem Düngen könnte da Abhilfe schaffen. Doch beim Gedanken an Dünger überkommt viele Hobbygärtner Ratlosigkeit auf Grund der unüberschaubaren Vielfalt an verschiedenen Rasendüngern.

 

Mineralischer Rasendünger oder besser organischer Rasendünger, mit Unkraut-oder besser mit Moosvernichter, Standard –oder besser Langzeitdünger, was sollte man verwenden ?

 

Mineralischer Dünger wird hauptsächlich aus chemischen Stoffen hergestellt. Hauptbestandteile sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und oft sind auch in geringen Mengen Eisen, Magnesium und Schwefel enthalten. Bei mineralischem Rasendünger ist vor allem die Wirkgeschwindigkeit und auch die Wirkstoffzusammensetzung höher als beim organischen Dünger. Mineralische Dünger eignen sich hervorragend zur Starterdüngung oder vor Ende der Mähsaison zur Herbstdüngung. Auch wenn die zu düngenden Rasenflächen Mangelerscheinungen aufweisen ist ein mineralischer Dünger sinnvoller, da die die fehlenden Nährstoffe rascher und gezielter zugeführt werden können.

 

Der bekanntest Vertreter des mineralischen Düngers ist das allseits bekannte Blaukorn.

Blaukorn wirkt oft schon nach 2-5 Tagen. Nach 2-3 Wochen ist die Wirkung aber wieder vorbei. Blaukorn löst sich bei ausreichender Bewässerung rasch auf und kann bei Überdosierung sehr schnell zu Verbrennungen im Rasen führen. Zudem enthält Blaukorn keine speziell für den Rasen zugeschnittene und ausgewogene Zusammensetzung der Nährstoffe. Permanente Düngung des Rasens mit Blaukorn führt zwangsläufig zu Mangelerscheinungen, die aber erst nach Jahren vermehrt sichtbar werden. Regelmäßiger Einsatz von Blaukorn im Rasen quittiert dieser mit vermehrtem Wachstum von Rasenunkräutern, die oftmals gerne auf humusarmen Böden wachsen. Gerade der hartnäckige Weißklee profitiert im Rasen von der Mangelernährung. Ich kann meine Katze auch permanent mit Hundefutter ernähren. Macht aber auf Dauer genauso wenig Sinn.

Bei feuchter Witterung ausgebrachte mineralische (gekapselte) Langzeitdünger lösen sich im Vergleich zu Blaukorn viel langsamer auf und sorgen länger anhaltend für eine Gründüngung. Allerdings findet eine Ernährung des Rasen nur dann statt, wenn die Bedingungen passen. Das heißt, wenn ausreichend Regen fällt bzw. bewässert wird, aber nicht unbedingt dann wenn der Rasen Nährstoffe benötigt. Gute Langzeitdünger wirken oftmals bis zu 120 Tage.

 

Als organisch wird ein Rasendünger dann bezeichnet wenn seine Bestandteile nicht in reiner Form sondern vorwiegend aus natürlichen Abfallprodukten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs bestehen. Durch die Umwandlung organischer Stoffe wie Treber, Melasse, sterilisiertem Hühnerdung, Knochenmehl oder Hornspäne wirken die organischen Dünger. Die Anfangswirkung ist relativ schwach da die Grundsubstanzen erst durch die Bodenorganismen umgesetzt werden müssen. Die volle Wirkung erzielen organische Dünger oft erst nach Monaten. Die Wirkdauer ist aber im Gegensatz zu mineralischem Dünger wesentlich länger. Zum Teil wirkt organischer Dünger je nach Wetterbedingungen bis zu einem Jahr. Organische Dünger eignen sich eher in Gemüsebeeten oder im Wurzelbereich neu gepflanzter Sträucher, Stauden oder Bäume. Im Rasen werden die benötigten Nährstoffe viel zu langsam abgegeben und von daher sind Rasenflächen die ausschließlich nur rein organisch gedüngt werden meist permanent hungrig und Nährstoffarm, was vermehrt zur Moosbildung beiträgt. Die Kombination aus mineralischem und organischem Dünger macht auf Dauer im Rasen schon mehr Sinn. Durch den mineralischen Anteil setzt die Wirkung sehr schnell ein und durch den organischen Anteil ist eher eine Langzeitwirkung gegeben.

Bei mineralischem Dünger besteht natürlich immer die Gefahr der Verbrennung durch Überdüngung. Im Gegensatz dazu besteht diese Gefahr bei organischem Dünger nicht. Organische Dünger reichern durch die darin enthaltene Organik das Bodenleben an und sorgen damit nachhaltig für eine Verbesserung Bodenstruktur und somit für fruchtbare Erde.

Doch Vorsicht: Bei zu viel organischem Dünger kann der Schuß nach hinten los gehen. Überdüngung kann zu vermehrtem Besiedeln der Erde mit Regenwürmern führen, was sich darin äußert, daß Gräser absterben weil ihnen von unten durch die Regenwürmer die Wurzeln zerstört werden. Stark organisch überdüngte Flächen können im schlimmsten Fall bis zu 400 Würmer pro Quadratmeter Erde beherbergen.

 

Bei der Verwendung von kombinierten Düngern ( Rasendünger mit Moos – oder Unkrautvernichter ) ist zu beachten, daß z.B. der Moosvernichter wirklich nur gegen Moosbefall hilft, aber nicht für alle anderen lästigen Mitbewohner des Rasens. Genauso ist es wenn Dünger mit Unkrautvernichter kombiniert ist. Diese Unkrautvernichter sind abgestimmt auf die gängigsten Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Ehrenpreis, etc., aber helfen z.B. nicht gegen Weißklee. Weißklee muß in der Regel mit separaten Mitteln behandelt werden.

 

Die meisten Dünger können über die ganze Saison eingesetzt werden. Jedoch gibt es gerade fürs Frühjahr oder den Herbst spezielle Dünger die darauf getrimmt sind dem Rasen genau das zu geben was er zur jeweiligen Zeit braucht. Wer es im Frühjahr schnell satt-grün und schnell dicht haben will der sollte speziellen Starterdünger verwenden. Wer aber froh ist wenn die Mähsaison etwas später einsetzt, der sollte doch eher zu Standardrasendünger bzw. zu Langzeitdünger greifen. Herbstdünger sind darauf abgestimmt dem Rasen in der kälteren Zeit die nötigen Nährstoffe zu verabreichen, damit dieser schadlos über den Winter kommt. Herbstdünger eignet sich auch hervorragend als Dünger für Rasenneuanlagen.

 

Wir führen seit vielen Jahren Qualitätsdünger aus dem Hause Wolf-Garten. Seit 2 Jahren auch die im Vergleich nicht teureren Profi-Dünger der schweizer Firma Hauert, die vor allem Landschaftsgärtner und Sportvereine mit Dünger beliefert. Borussia

 

Ein kleiner Tipp am Rande: Wer seine kahlen Stellen im Rasen besonders schnell beseitigt haben will der sollte auf das Wolf-Garten Rasen-Set „Premium Rasen plus Aufbaudünger“ zurückgreifen. Diese Kombination aus Aufbau-Dünger und Premium-Rasensamen keimt ca. 30% schneller als herkömmlicher Rasensamen. Der Rasensamen dieses Produkts ist ein spezieller Schattenrasen der aber in der prallen Sonne ebenso gut wächst und den Vorteil gegenüber Standardrasensamen hat, daß dieser bei optimaler Ausbringung bis zu 100.000 Halme pro Quadratmeter entwickelt. Dies führt dazu, daß dieser Rasen so dicht wächst, daß er sogar Unkraut auf Dauer verdrängt, was Ihnen im Nachhinein Geld und Arbeit erspart um diese wieder loszuwerden. Zudem fällt bei diesem Rasen bis zu 40% weniger Schnittgut an als bei Billig-Rasensorten.

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2 Comments

  1. Hallo,
    Ich möchte auf einer Wiese (Segelflugplatz) nur durch Düngung eine Markierung „wachsen“ lassen. Meine Idee war es hier eine Spur mit Blaukorn zu Düngen und so einen farblichen Kontrast zu erzeugen. Die Mischung vom Wolf-Garten-Set hört sich auch gut an. Haben Sie noch eine bessere Empfehlung für mich?

    Vielen Dank
    Oliver Stolle

    • Nein, nicht wirklich. Da ich von Wolf-Garten keinen Blaudünger im Sortimen habe und der vermutlich auch nicht besser ist als ein No-Name Blaudünger aus dem Baumarkt, rate ich irgendeinen günstigen im Baumarkt, oder Discounter um die Ecke zu kaufen.

      mfG. Söllner S.

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