Rasen bewässern (bei großer Hitze) – hier wird oft viel verkehrt gemacht

Sommertip für richtiges bewässern Ihres Rasen.

 

Im Hochsommer, vor allem wenn es lange nicht geregnet hat, leiden vor allem Pflanzen , deren Wurzeln nur wenige Zentimeter in den Boden ragen besonders. Der Rasen gehört auch zu den Pflanzen, die nicht sonderlich tief wurzeln. Dieser muß dann bei steigenden Temperaturen selbstverständlich gewässert werden. Geschieht dies nicht, wird er braun, bzw. gelblich und im schlimmsten Fall sterben die Wurzeln vollständig ab. Um Wasser bei der Bewässerung zu sparen, hier ein paar nützliche Tips.

Großes Entsetzen macht sich immer wieder bei einigen Gartenbesitzern breit, weil Sie doch Ihren Rasen regelmäßig wässern, aber dieser trotzdem allmählich vetrocknet. Was aber viele nicht wissen ist, daß zum richtigen Bewässern des Rasens große Mengen von Wasser notwendig sind, damit das Wasser überhaupt bis an die Wurzeln ins Erdreich eindringen kann. Die Mengen die diese „Unwissenden“ kontinuierlich auf Ihrem geliebten Grün verteilen, verdunstet oftmals schnell wieder, weil Sie entweder zur falschen Tageszeit, oder schlichtweg zu wenig bewässern.

Den „Ungläubigen“ unter Ihnen, rate ich zu einem Test:

Nehmen Sie doch mal einen 10 Liter Kübel (oder Gießkanne) mit Wasser und verteilen dies mal auf einem Quadratmeter, mit ausgetrocknetem Rasen. Lassen Sie das Wasser einziehen, bis der oberflächliche Matsch verschwunden ist und stechen Sie anschließend mal mit einem Spaten in den Rasen und heben Sie einen Teil des Bodens an, oder graben Sie einfach nur ein wenig. Sie werden erstaunt  feststellen, daß je nach Bodenstruktur nach maximal  2 Zentimetern Tiefe die Erde noch knochentrocken ist. Das Wasser in der oberen Erdschicht ist in Rekordzeit wieder verdunstet. So kann keine Rasenwurzel Wasser aufnehmen, weil es bis dorthin gar nicht gereicht hat, oder der Wurzel die Zeit gefehlt hat, die Feuchtigkeit überhaupt aufzunehmen, bevor sich das Wasser in die Atmosphäre verflüchtigt hat.

Was von oben aussieht wie ein gut  durchnässter Boden, ist in Wirklichkeit für den Rasen oft umsonst gewesen. Diese Art von Rasen-Bewässerung ist absolut unnütz und pure Wasserverschwendung.

Wer seinen geliebten Rasen auch im Hochsommer satt grün haben möchte, der sollte schon füh morgens so lange gießen, oder beregnen, bis sich regelrecht mehrmals Pfützen auf jeder Stelle des Rasens gebildet haben. Rasensprenger sind da ein sehr nützliches Hilfsmittel. Sie decken allerdings immer nur einen bestimmten Bereich ab. Auf jedem Bereich sollte dann der Rasensprenger schon mal eine halbe Stunde, oder länger laufen, damit sich der Boden so richtig vollsaugen und somit das Wasser ausreichend lange speichern kann. Nur so profitiert der Rasen wirklich davon.

Obwohl das erst einmal nach Verschwenung aussieht, ist das Gegenteil der Fall. Wenn Sie diese Prozedur je nach Temperatur alle 2 bis 3 Tage wiederholen, ist das meist absolut ausreichend. Auf diese Art und Weise verteilen Sie auch nicht mehr Wasser, wie wenn Sie täglich ein-oder zweimal nur oberflächlich Ihren Rasen tröpfchenweise nass machen. Die Devise lautet da: Wenn bewässern, dann nicht (mehrmals)  täglich nur ein bischen, sondern jeden zweiten oder dritten Tag richtig ausgiebeig. 

Die beste Zeit zum gießen des Rasens ist immer früh am Morgen, da der Boden über Nacht abgekühlt ist. Durch den Tau der noch in der obersten Ertdschicht steckt, läßt sich auch Wasser sparen beim Bewässern.  Wenn Sie allerdings warten bis die Sonne den Boden schon wieder so richtig aufgeheitzt hat, geht der Verdunstungsprozess des Wassers wesentlich schneller von statten.

Eine andere Methode um die Verdunstung des Wassers im Boden zu reduzieren, ist das Abdecken mit weißen Tüchern. Der Clou dabei ist, daß immer noch ausreichend Licht  an den Rasen kommt und der Rasen noch atmen kann. Es ist ein weit verbreteter Irrglaube, daß Hitze allein für die Verdunstung des Wasser verantwortlich ist. In Wirklichkeit ist es  die Kombination aus Wärme und vor allem Wind, die das Wasser verdunsten läßt. Je stärker der Wind, desto schneller wird das verdunstete Wasser von der Luft aufgenommen. Durch das Abdecken mit weißen Tüchern wird die Luftzirkulation unterbrochen, bzw. gehemmt, was die Verdunstung des Wassers im Boden natürlich auf ein Minimum reduzert. Bei kleineren Rasenflächen ist dies ein probates Mittel um der Austrocknung des Bodens Einhalt zu gebieten.       

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2 Comments

  1. Matze says:

    Danke an das Söllner-Team – tolle Tipps, die ihr hier mit an die Hand gebt. Gerade ist Bewässern sicherlich nicht das große Thema, aber jeden Sommer wird es wieder akut. Wie ihr schon geschrieben habt, ist ein Rasensprenger eine nützliche Sache, wenn man nicht ständig Gießkannen schleppen möchte. Habt ihr denn einen Tipp, was den „perfekten“ Rasensprenger ausmacht? Gibt es hier gravierende Unterschiede? Vielen Dank!

    • Von Billig-Rasensprengern wie sie zum Teil in Discountern verkauft werden, würde ich abraten. Die Rasensprenger für den Privatgebrauch, die auch was taugen, fangen so um die 25 – 30 € an.

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