Ölstand regelmäßig kontrollieren

Dieses Jahr ist es schon mehrfach vorgekommen, daß Leute im Laden standen und sagten, daß Sie jetzt mal wieder das Motoröl Ihres Rasenmähers auffüllen müssen, weil mittlerweile keines mehr drin ist.

 

HALLO ?! Man fährt keinen 4-Takt Motor so lange bis kein Öl mehr drin ist, oder bis der Ölstand unter Minimum gesunken ist. So tötet man seinen Rasenmäher-Motor auf Raten ! Beim PKW macht man das doch auch nicht. Dafür hat jeder 4-Takt Motor einen Ölmeßstab. An dem kann man ablesen, wieviel Öl noch im Motor ist und sieht evtl. auch gleich den Zustand des Öls. Vielfach kommen Rasenmäher zu uns zum Kundendienst, deren Öl schon  „dunkelschwarz“ ist. Streicht man dann das Öl mit den Fingern vom Meßstab, spürt man gelegentlich wenn man es zwischen den Fingern verreibt, daß es sich anfühlt, als wäre Sand mit im Öl. Das was sich da rau anfühlt ist der Motorenabrieb, der sich über die Zeit im Öl ablagert hat.  Dieser Abrieb sollte regelmäßig mit einem Ölwechsel ausgeschwemmt werden. 

 

Vielfach stellen wir bei Rasenmäher die uns zum Ölwechsel gebracht werden auch fest, daß so wenig Öl im Motor ist, daß der Ölmeßstab kaum mehr etwas anzeigt. Das ist grob fahrlässig und geht sehr stark zu Lasten der Motor-Lebensdauer. Wer mit zu wenig Motoröl fährt, muß damit rechen, daß der Motor deutlich eher die Grätsche macht, weil dadurch der Motorenverschleiß um ein x-faches schneller voranschreitet. Jeder Ölmeßstab eines 4-Takt Rasenmähers hat eine Maximum- und Minimumanzeige. Sollte der Ölstand mal einige Millimeter unter dem Maximum liegen, dann sollte auf jeden Fall Motoröl nachgefüllt werden. Aber VORSICHT – nicht gleich einen halben Liter, oder mehr nachfüllen. Zwischen Maximum und Minimum liegen je nach Motor und Hersteller zwischen 300 und 500 Milliliter. Oft reichen schon 50 bis 100 Milliliter, damit sich der Ölstand wieder auf das Maximum einpegelt.  Zu viel Öl im Motor kann nämlich auch dem Motor schaden !

 

Also aufpassen beim Öl Nachfüllen und immer schön nachmessen. Der Ölmeßstab zeigt es schon an wann es passt.

 

Merken Sie sich – wer gut schmiert, der gut fährt. So gut wie bei allen 4-Takt Rasenmähermotoren sollte nach ca. 50 Betriebsstunden der Ölwechsel gemacht werden. Nur die fehlende Menge drauf schütten ist zwar besser als wie mit zu wenig Öl zu fahren, aber grundsätzlich nicht gut. Der Motorenabrieb gehört einfach von Zeit zu Zeit entfernt. Am besten wäre es nach jeder Mähsaison, oder vor Beginn der nächsten Mähsaison den Ölwechsel zu machen. Wenn der Mäher deutlich mehr als 50 Betriebsstunden genutzt wird im Jahr, sollte das Öl sogar 2 Mal gewechselt werden.  Verwenden Sie dafür nicht unbedingt ein PKW Mehrbereichsöl, sonder ein SAE 30 Einbereichsöl. Das ist das Öl das von der Viskosität her eigentlich für alle 4-Takt Rasenmäher geeignet ist und es verschleißt nicht so schnell wie ein Mehrbereichsöl. Die meißten PKW-Mehrbereichsöle sind für Rasenmäher zu dünnflüssig.

 

Je älter der Rasenmäher wird, desto häufiger sollte der Ölstand kontrolliert werden. Bei einem PKW mit 200.000 Kilometern kontrolliert man den Ölstand doch auch öfter, als bei einem Neuwagen.

 

Wenn Ihr Rasenmäher allerdings schon des Öfteren gefahren wurde bis kaum mehr Öl im Motor war, würde ich raten, den Ölstand vor JEDEM Mähen zu kontrollieren. Denn wenn schon mal mit zu wenig Öl gemäht wurde, kann es sein, daß die Motorenverdichtung schon gelitten hat und der Mäher bei jedem Einsatz das Motoröl schon mitverbrennt.

 

Wenn Sie sich mit dem Motoröl nicht sicher sind – welches Öl und wieviel – komme Sie einfach bei uns vorbei. Wir erledigen das gerne für Sie. Nebenbei bemerkt: Wir verlangen lediglich 10,- € für einen Ölwechsel bei handgeführten 4-Takt Rasenmähern. Noch günstiger geht´s wohl kaum und Sie machen sich die Hände nicht schmutzig.

 

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2 Comments

  1. Marleen says:

    Ich habe mal eine (blöde) Frage 😛
    Wieso gibt es bei manchen Ölen einen so großen Preis unterschied? Ist das eine besser und das andere schlechter oder wie kommt das ? Lg

    • Nicht unbedingt ist das teuere Öl immer das Bessere. Allerdings kommt es auch vor daß Motoröle aus Altöl recycelt werden. Dies ist dann in der Regel von schlechterer Qualität. Wenn Erstraffinat drauf steht, ist es auf jeden Fall kein recyceltes Öl. Bei vielen Ölen sind Zusätze mit drin (sogenannte Aditive), die die Schmierung, oder die Haltbarkeit verbessern, oder die noch zuätzlich einen Korosionsschutz enthalten. Grundsätzlich schlägt sich auch die Produktionsmenge auf den Preis nieder. Spezielle Öle, die nur in geringeren Mengen hergestellt werden, sind meistens teuerer. Einbereichsöle werden im Vergleich zu Mehrbereichsölen in wesentlich geringerer Mengen produziert. Das macht ein Einbereichsöl teuerer. Auch gibt es Preisunterschiede zwischen rein mineralischen Ölen und synthetischen. Es gibt auch Konzentratöle bei Mischölen zum Beispiel. Hier kann es durchaus auch sein, daß diese etwas teuerer sind als herkömmliche Mischöle. Grundsätzlich kommt es immer darauf an, wofür ich das Öl brauche. Auch ist es nicht unerheblich bei welchen Temperaturen ein Motor betrieben wird. Die Viskosität kann bei Temperaturunterschieden extrem schwanken. Nicht jedes Öl ist für jede Temperatur geeignet. Hochverdichtete Motoren die in sehr hohen Drehzahlbereichen laufen, brauchen quailtativ hochwertigere Öle. Je hochwertiger und leistungsstärker der Motor ist, desto ratsamer ist es das entsprechende Öl dafür zu verwenden. Grundsätzlich ist aber die Frage des Öls und der Qualität eine Philosophie für sich.

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